Wieder Störung eines jüdischen Festes durch die NPD

Die NPD-Ortsgruppe Schöneiche hat wieder einmal bewiesen, das ihr Hauptantrieb scheinbar aus einem pathologischer Antisemitismus und einem Hang zur Selbstinszenierung als Opfer einer halluzinierten „Meinungsdiktatur“ besteht. Ein Großteil ihrer öffentlichen Auftritte in der Region ist derartig motivitiert und auch in ihren Texten, ob zur Außen-, Innen- oder Lokalpolitik, spielt dieses Thema für sie eine wichtige Rolle.

Am 19. Oktober störten sie nun bereits zum dritten mal innerhalb eines Jahres ein jüdisches Fest in Schöneiche. Zum zweiten mal war es das Laubhüttenfest „Sukkot“. Da die Veranstalter im Vorfeld von einer erneuten Störung durch lokale Nazis ausgehen mussten, wurde wieder ein Sicherheitsdienst engagiert und die Polizei informiert, die in Zivil und Uniform präsent war. Gleich zu Beginn der Veranstaltung tauchten die Nazis auf und gelangten ohne Widerstand in die Räume der Kulturgießerei, da die Securities sie offensichtlich nicht als rechte Aktivisten identifizieren konnten. Die ungebetenen Besucher zeigten aber sofort wes Geistes Kind sie sind, indem sie sich darüber beschwerten, dass soviel Geld für Juden ausgegeben werde. Nach kurzen Gepöbel gegen die Besucher und dem Anfertigen einiger Fotos, wurden die Störer von Polizei und Security hinaus gebracht, wo von der Polizei die Personalien aufgenommen wurde. Laut Polizei soll es sich um acht Männer aus Erkner, Woltersdorf und Schöneiche gehandelt haben, doch waren in der Gruppe auch mindestens zwei Frauen. Nach Angaben der extrem rechten Internetplattform „Altermedia“ handelte es sich um elf „Nationalisten“. Erkannt wurden der unvermeidliche Florian Stein mit Bruder und Ehefrau, sowie der frisch gewählte Woltersdorfer NPD-Gemeindevertreter Andreas Kavalir mit Freundin Antje Kottusch, die bei der Kommunalwahl ebenfalls für die NPD antrat. Nach Angaben der Polizei weigerten sich zwei Menschen im Alter von 33 und 19, den Anweisungen des Sicherheitsdienstes nachzukommen und riefen beleidigenden Äußerungen gegen die Veranstaltung, deren strafrechtliche Relevanz noch geprüft wird. Einer der beiden, gegen die jetzt ermittelt wird, ist aller Wahrscheinlichkeit nach Antje Kottusch.

Meldungen hierzu beim rbb, der Polizei und der MAZ