Archiv für Dezember 2008

Wo hin am 6.12.? Auf nach Karlshorst und Tierpark!

Inzwischen ist die tatsächliche Route der Nazis am 6.12. bekannt. Die Birnen wollen sich Karlshorst treffen und von dort über den Weitlingkiez bis zum S-Bhf Friedrichsfelde/ Ost laufen. Aber auch die Gegenkundgebungen/-aktivitäten sind angemeldet. Kommt also:

Um 10.00 Uhr zum S-Bahnhof Karlshorst (S3): Hier treffen sich um 11.00 Uhr die Nazis. Um ein Aufeinandertreffen mit den Rechten zu verhindern, ist es ratsam mit der Straßenbahn (M17, 27, 37) anzureisen und vor den Nazis da zu sein.

Am S-Bhf Karlshorst ist das „Kulturhaus“ (Treskowallee 112). Hier könnt ihr euch aufwärmen und was trinken!

… und um 11.00 Uhr zum U-Bahnhof Tierpark (U5): Auch hier müssen die Nazis lang. Sie werden von der Straße Am Tierpark in die Sewanstraße abbiegen.

Dort (Am Tierpark 125/ Ecke Sewanstraße) ist ab 11.00 Uhr eine Kundgebung angemeldet! Außerdem steht am 6.12. die „KULTschule“ (Sewanstrasse 43) offen!

Im Jugendclub „Die Linse“ (An der Parkaue 25 :: Nähe S- & U-Bhf Frankfurter Allee) befindet sich am 6.12. ein Infopoint. Hier kann man sich Informationen abholen und mal aufwärmen.

Unterdessen entsteht der Eindruck, die Polizei wolle zivilgesellschaftlichen Protest gar nicht zulassen. So werden Gegenkundgebungen mit fadenscheinigen Begründungen ins Abseits gedrängt. Auch scheint die Polizei die Auflagenbescheide zu verschleppen. Ginge es nach der Polizei wäre Protest in Hör- und Sichtweite der Nazis unmöglich. Den Nazis selbst jedoch macht die Polizei Zugeständnisse: So wurde ihnen ausgerechnet der Bezirk Lichtenberg als Ausweichort angeboten, obwohl sich gerade hier „Angsträume“ befinden, in denen sich Migrant_innen und Andersdenkende nicht sicher fühlen können.

Tatverdächtige der Gedenksteinschändung in Schöneiche ermittelt

Wie der Staatsschutz mitteilte, wurden zwei Tatverdächtige „aus der Region“ ermittelt, die die Beschädigung des Mahnmals für die ermordeten jüdischen Schöneicher begangen haben sollen. Über die beiden 18- und 19-jährigen sei keine Mitgliedschaft in einer politischen Organisation bekannt, jedoch lasse sich aus der Aussage von einem der Tatverdächtigen eine „politische Motivation der Tat ableiten“. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Quelle: Polizei