Keine NPD-Immobilie in Rauen

Das Landgericht Frankfurt/O. hat am 10. Juni den NPD-Landesverband Brandenburg verurteilt, das „Gut Johannesberg“ in Rauen zu verlassen. Das Gelände, das einer Rauener Zahnärztin und ihrem Bruder zugesprochen worden war, wurde vor rund zwei Jahren von der Ehefrau des Ex-NPD-Kaders Andreas Molau über eine schwedische Stroh-Firma gekauft. Seither dauert ein Rechtsstreit an, der auch mit dieser Entscheidung noch lang nicht zuende sein dürfte. Die NPD hat sich zwar „juristische Schritte“ vorbehalten, trotzdem steht das Gut leer und kann von den Nazis nicht genutzt werden. Hinzu kommen noch szeneinterne Streitigkeiten: Molau ist im Macht- und Richtungsstreit um die Führung der NPD unterlegen und inzwischen zur DVU gewechselt, deren Pressesprecher er jetzt ist. Außerdem wollen sich viele in der brandenburger NPD auf das Objekt in Biesenthal konzentrieren, in dem schon mehrfach rechte Veranstaltungen stattfanden. Es dürfte auch eine Frage des Geldes sein, ob sich der Landesverband, der nicht gerade als finanzkräftig gilt, zwei Objekte und einen lang andauernden Rechtsstreit leisten kann.

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