Volksverhetzende Rufe während Deutschlandspiel

Wie uns erst jetzt mitgeteilt wurde, kam es während der Fußball-WM in Erkner zu einem Vorfall. Bei heißem Wetter waren am 3. Juli im Strandbad Erkner viele Dutzend Menschen am See um sich abzukühlen. Einige hatten auch Radios dabei und verfolgten das zu der Zeit laufende WM-Achtelfinalspiel Deutschland gegen Argentinien. Anwesend war auch eine Gruppe extrem rechter Jugendlicher.
Aus dieser Gruppe von 5-10 jungen Männern wurde, nachdem Deutschland ein Tor schoss, „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“ geschrieen und der Hitlergruß gezeigt. Ein Zeuge rief daraufhin die Polizei, welche die Täter jedoch nicht feststellen konnten, obwohl sich die Polizeiwache direkt neben dem Strandbad befindet. Andere Badegäste, die das Vorgefallene auf jeden Fall mitbekommen hatten, meinten, sie hätten nichts gehört oder gesehen und wollten bei der Befragung durch die Polizisten dazu keine Stellung nehmen.
Das Rufen der Parolen wirkte wie einstudiert, einer der Jugendlichen hatte das Kommando, dann riefen alle mit einer Stimme. Dieses Vorgehen lässt darauf schließen, das die Jugendlichen das nicht zum ersten Mal gemacht haben. Die Täter hielten sich noch weiterhin im Strandbad auf und zerstörten mehrere Schilder.

Die Tatsache, das keiner der Zeugen etwas mitbekommen haben will und die Polizei nichts über den Vorfall veröffentlichte, bezeugt wieder einmal den nationalen Konsens, der während eines solchen Großereignisses herrscht, wo unangenehme Vorfälle gerne verschwiegen werden um das Bild eines weltoffenen und toleranten Deutschlands nicht zu gefährden. Denn wer an der Oberfläche kratzt, wird unter dem „toleranten“ Lack stets den alten braunen Anstrich entdecken.