Schultour in Erkner nach antisemitischen Beschimpfungen abgebrochen

Nachdem am Donnerstag in Werder (Havel) Mitarbeiter des Jüdischen Museums Berlin von Schülern antisemitisch beleidigt wurden, ist das Gleiche am Freitag an der Johannes-R.-Becher-Oberschule in Erkner passiert.
Eigentlich sollte an diesem Tag in der Turnhalle eine Ausstellung aufgebaut und Workshops mit den Schülern veranstaltet werden. Jedoch wurde die Mitarbeiter des Museums von zwei Schülern der 8. Klasse mit den Worten „kein Bock auf Juden-Gebrabbel“ beschimpft, woraufhin das Team unverzüglich abreiste und den geplanten Projekttag absagte.
Über 250 Schulen haben die Mitarbeiter des Museums mit ihrem Tourbus bereits besucht. Die beiden Vorfällen haben allerdings dazu geführt, das die Brandenburg-Tour vorzeitig beendet wurde.
Dagmar Wunderlich, Ansprechpartnerin des Projektes, sagte, die Vorfälle in Erkner seien nicht so schlimm wie die in Werder, aber die Stimmung sei „sehr ablehnend“ gewesen. Trotzdem soll die Schultour weitergehen.
In der Kommentarspalte der MOZ wimmelt es bereits von hämischen, antisemitischen Sprüchen, wie z.B. User „P.Sanderge“, der meint die Schüler hätten eben „keine Lust den ständigen Schuld-Kult zu bedienen“.

Quellen: MOZ // rbb

Ergänzung Mai 2012: Ein interessanter Blogeintrag bei „Berlin Street“ über den Vorfall, die Johannes-R.-Becher-Schule an sich und über Vorfälle mit Nazis in den 90ern