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Kurzmeldungen zu Kottusch, Kavalir und Widerstandsradio

Antje Kottusch beweist ihre überbordende Fantasie mit einem Artikel über polnische Banden, die angeblich Katzen stehlen und brutal töten. Geklaut war in diesem Fall nur eins: Die ganze Geschichte hat die wackere Tierrechtlerin aus Woltersdorf aus einem vier Jahre alten Artikel der BILD abgeschrieben. Die ganze Analyse zu dieser, eines Münchhausen würdigen, Geschichte gibts bei inforiot.

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Andreas Kavalir, ganz der brave Parteisoldat, war am 5. März in Sachsen-Anhalt, um den „Kameraden“ vor Ort beim Wahlkampf für den erhofften Einzug in den Landtag zu helfen. Wie die NPD-Schöneiche mitteilt, wollte er in Burg zusammen mit anderen Nazis Flugblätter verteilen, wurde dabei jedoch von einer achtköpfigen Gruppe Vermummter geschlagen und mit Pfeffergas besprüht. Kavalir kam aber mit leichten Verletzungen davon. An dieser Stelle möchten wir unsere (nicht ganz so) klammheimliche Freude mitteilen.

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Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen 18 Männer aus dem ganzen Bundesgebiet „wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Volksverhetzung und weiterer Straftaten erhoben“, darunter auch der 33-jährige arbeitslose Industriemechaniker aus Erkner.

Quelle: Staatsanwaltschaft Koblenz

Mal wieder Andreas Kavalir

An dieser Stelle möchte wir auf einen Blogbeitrag und eine Polizeimeldung zu Andreas Kavalir aufmerksam machen. Offenbar finden nicht alle Gefallen an Kavalirs regelmäßigen Agitationsversuchen:

Aus mehreren Schulen der Stadt erhielt die Polizei am Morgen des 27.01.11 die Mitteilung, dass ein Mann CDs, mit vermutlich rechtsextremen Inhalten, an Schüler verteilt hatte. (…)
Bei ihren Ermittlungen fanden die Beamten heraus, dass es sich bei dem Verteiler der CDs wahrscheinlich um einen Mann aus Woltersdorf handelt, der eine rechtsradikale Partei in der Gemeindevertretung von Woltersdorf vertritt und wegen ähnlicher Delikte bekannt ist.

Antisemitischer Brandanschlag in Gosen

Wie einer Meldung der Polizei zu entnehmen war, hat es in Gosen offenbar einen antisemitisch motivierten Angriff auf den Bungalow eines Berliner Ehepaars gegeben, der am 23. Januar entdeckt wurde. Der oder die Täter brachen in das Gebäude ein und legten Feuer, welches jedoch wieder erlosch. Außerdem besprühten sie die Fassade mit einem Davidstern und dem Wort „raus“. Der Ehemann stammt nach Polizeiangaben aus Israel und bekennt sich zum jüdischen Glauben. Der Staatsschutz hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet.

mehr:
Polizeimeldung // PNN

Neues vom „Widerstands-Radio“

In dem Verfahren gegen die mutmaßlichen Betreiber eines neonazistischen Internetradios gibt es neue Entwicklungen. In einem Beitrag von „Report München“ in der ARD heisst es, dass gegen 21 Betreiber des „Widerstands-Radio“ ein Verfahren wegen Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung eröffnet wurde. Noch immer sitzen 17 von ihnen in Untersuchungshaft. Sie hatten in mehreren Beiträgen im Internet gegen Juden und Ausländer gehetzt und zu schweren Straftaten bis hin zum Mord aufgerufen.
Wie wir in einem früheren Beitrag berichteten, gehört zum Kreis der Beschuldigten auch ein 33-jähriger Mann aus Erkner. In dem Beitrag sind bisher unveröffentlichte Bilder einer Person zu sehen, bewaffnet mit Maschinenpistolen und Revolver. Obwohl das Gesicht in dem Fernsehbeitrag unkenntlich gemacht wurde, ist es für regionale Antifas klar, dass es sich bei der abgebildeten Person um den erwähnten Mann aus Erkner handelt.

Screenshots der Sendung:

Der selbe Mann am 10. Oktober 2009 in Berlin bei einer Nazidemo, rechts von Robert Gebhardt (karierte Mütze, ex-KMOB)

Mehr Infos:
Bericht bei NPD-BLOG
Beitrag von Report München

Video von Andreas Kavalirs Rede in Schoeneiche am 27.11.



Andreas Kavalir blamiert sich
Hochgeladen von Antifa_LOS. – Nachrichtenvideos top aktuell.

NPD-Kundgebung in Schöneiche am 27. November

Bei einer Kundgebung der NPD am Samstag versammelten sich ca. 50 Nazis ab 10 Uhr auf einem Parkplatz an der Schöneicher Straße Ecke Brandenburgische Straße, der an diesem winterkalten Tag einer überfrorenen Matschwüste glich. Auch, aber nicht nur, an diesen Umständen lag es vermutlich, daß sich keine interessierten Bürger zur Mahnwache unter dem Motto „Schule statt Rathaus!“ verirrte. Die Nazis hielten es nicht einmal für nötig Flugblätter zu verteilen, es waren sowieso keine Abnehmer da.
Dafür waren zahlreiche „Kameraden“ aus Berlin (FN Mitte um Steve Henning), der NPD Uckermark-Barnim und aus der Lausitz anwesend. Von der NPD-Oderland waren Klaus Beier, Frank Odoy, die Kreisvorsitzende Manuela Kokott, Florian und Daniel Stein, Maik Brämer, Franz Radtke, sowie das Traumpaar des „Nationalen Widerstands“ Antje Kottusch und Andreas Kavalir anwesend. Letzerer war es auch, der zuerst das Mikrophon nahm und eine „Rede“ hielt. Worum es darin ging, war auch für interessierte Zuhörer nicht zu enträtseln. Vom eigentlichen Thema der Veranstaltung schweifte er dabei immer wieder ab. Das einzige, das er dabei unmißverständlich klarmachte, war sein Hang zur Selbstdarstellung, da es in einem Grtoßteil der Rede nur um ihn ging. Dannn war die Reihe an Ronny Zasowk, denen die es hören wollten, zu erklären, daß die NPD die einzige demokratische Alternative in Brandenburg sei. Antje Kottusch erzählte voller Pathos, wie schlimm die Situation für junge Menschen in Schöneiche ohne weiterführende Schule sei und daß diese auf ihrem Schulweg so weit fahren müssten. Auf jeden Fall sei auf diesem Weg der Volkstod unausweichlich.
Aus den Reihen der Teilnehmer der NPD-Kundgebung kam es zu Eierwürfen auf Gegendemonstranten, von denen die meisten jedoch ihr Ziel verfehlten. Lediglich eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm und das Auto von Klaus Beier wurden getroffen. Letzterer fand das nicht sehr witzig und auch Florian Stein schien das etwas peinlich zu sein. Die Polizei unternahm nichts dagegen. Steve Henning ließ es sich nicht nehmen, einen Fotographen zu beleidigen. Als dieser jedoch Anzeige erstattete nahmen er und seine Kameraden die Beine in die Hand. Die Kundgebung wurde gegen 12.30 beendet, also mehr als eine Stunde früher als geplant.
Auf dem nahegelegen Skaterpark konnten noch zahlreiche Nazi-Grafitti, u.a. von den „Autonomen Nationalisten Oder-Spree“ sowie Aufkleber der NPD und anderer rechter Gruppen festgestellt werden.

Ein weiterer peinlicher Versuch der NPD-Schöneiche sich als bürgernah und sachkundig zu präsentieren – nicht zuletzt deshalb weil die Gemeinde Schöneiche weder für das Rathaus noch für eine Schule das Geld hat und das Bürgerbegehren schon allein deshalb sinnlos war. Wir sind sehr gespannt, wie und wann die Nazis aus Schöneiche ihren Anhängern und der interessierten Öffentlichkeit diese lächerliche und erfolglose Veranstaltung als Erfolg verkaufen werden.

Nachtrag 29.11.: Auf der Fotocommunity Flickr sind weitere Fotos der NPD-Kundgebung veröffentlicht worden.

Hier ein weiterer Bericht von der Kundgebung bei Die Linke Schöneiche.

Vereiste Pfützen, Schlamm und Nazis

Nazischmierereien auf dem Skatepark

Klaus Beiers Auto wurde Opfer eines feigen Anschlags

NPD-“Mahnwache“ morgen in Schöneiche

Wie einem Artikel auf der Webseite indymedia zu entnehmen ist, plant die NPD-Schöneiche am Samstag zwischen 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr auf dem Parkplatz vor der Sparkasse (Schöneicher Straße Ecke Brandenburgische Straße) eine „Mahnwache“ unter dem Motto „Schule statt Rathaus“. Seit fünf Wochen macht die NPD mobil für ihr gleichnamiges Bürgerbegehren und sammelt fleißig Unterschriften dafür. Laut Anmelder Andreas Kavalir werden 50 Teilnehmer und – außer ihm – die Redner Ronny Zasowk und Antje Kottusch erwartet.
Das Schöneicher Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft zu Gegenaktionen auf, dem wir uns nur anschließen können.
Auf der Homepage der NPD berichtet Florian Stein unterdessen von einem finsteren Plan der Schöneicher Bürger, den Kundgebungsort mit Fahrzeugen komplett zuzuparken.

Wer morgen nicht nach Schöneiche kann oder möchte, hat noch die Möglichkeit in Cottbus an einer antifaschistischen Demonstration teilzunehmen, die sich gegen die Gewalt und Präsenz der Südbrandenburger Naziszene richtet.

Zugtreffpunkt zur Antifa-Demo in Cottbus: Ostbahnhof, Gleis 3, 11.15 Uhr
Beginn: 14 Uhr, Am Gladhouse (JKZ – Straße der Jugend)

Mit Nazis reden?


Antifademos in Berlin und Cottbus

Wie jedes Jahr findet in Berlin-Friedrichshain die Silvio Meier-Demo statt, die an den gleichnamigen – 1992 von Nazis ermordeten – Antifaschisten und Hausbesetzer erinnert. Die Demonstration stellt in jedem Jahr neben dem Gedenken auch aktuelle Probleme in den Fokus. In diesem Jahr wird unter dem Motto „Kampf den Nazis! Kampf dem Staat! Gemeinsa für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Unterdrückung“ gegen staatliche und faschistische Angriffe auf linke Strukturen sowie staatlichen Rassismus protestiert.

Samstag 20. November 2010 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariter Straße | Berlin-Friedrichshain

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Auch der Anlass für eine antifaschistische Demonstration in Cottbus ist kein schöner: Seit Anfang diesen Jahres kam es zu einer Serie von Angriffen auf links-alternative Menschen in der Region, die am 11. November in einen Angriff auf das linke Wohn- und Kulturprojekt „Zelle 79“ ihren Höhepunkt fand. Die Antifa Cottbus ruft zu einer Demo unter dem Motto „Es ist immer ein Angriff auf uns alle!“auf, um ein deutliches Zeichen gegen faschistische Gewalt und Nazistrukturen vor Ort zu setzen.


Samstag 27.11.2010 | 14 Uhr | Start: Am Gladhouse (JKZ – Straße der Jugend)

Festnahmen wegen Nazi-Radio in LOS

Am Morgen des 03. November durchsuchten rund 270 Beamte in zehn Bundesländern 22 Wohnungen bzw. Häuser von 23 Beschuldigten, die im Verdacht stehen, das extrem rechte Internet-Radio „Widerstand-Radio“ zu betreiben. Das BKA bezeichnete die Männer und Frauen zwischen 20 und 37 Jahren als verdächtig „sich als Administratoren und Moderatoren sowohl durch Kommentare als auch durch das Abspielen von Musiktiteln deutscher und internationaler Skinhead-Bands mit menschen-verachtenden, rassistischen und zum Teil nationalsozialistischen Inhalten strafbar gemacht zu haben“.
Dabei wurden auch zwei Männer aus dem Landkreis Oder-Spree (LOS) in Untersuchungshaft genommen. Es handelt sich dabei um einen 33-jährigen aus Erkner und einen 26-jährigen aus Fürstenwalde. Der 33-jährige ist lokalen Antifaschist_Innen zufolge schon länger mit vielen Mitgliedern der NPD-Schöneiche und anderen Gruppen bekannt, auch seine Einbindung in überregionale Nazi-Musiknetzwerke wurde bereits vermutet. Er stellt ein klassisches Beispiel für die braune Musikszene, die sich nicht auf Demonstrationen des „Nationalen Widerstands“ blicken lässt, sondern ihre Aktivitäten auf die Organisation und den Besuch von rechten Musik-Events sowie auf das Engagement in Internetplattformen konzentriert, dar.