Tag-Archiv für 'berlin'

NPD-Kundgebung in Schöneiche am 27. November

Bei einer Kundgebung der NPD am Samstag versammelten sich ca. 50 Nazis ab 10 Uhr auf einem Parkplatz an der Schöneicher Straße Ecke Brandenburgische Straße, der an diesem winterkalten Tag einer überfrorenen Matschwüste glich. Auch, aber nicht nur, an diesen Umständen lag es vermutlich, daß sich keine interessierten Bürger zur Mahnwache unter dem Motto „Schule statt Rathaus!“ verirrte. Die Nazis hielten es nicht einmal für nötig Flugblätter zu verteilen, es waren sowieso keine Abnehmer da.
Dafür waren zahlreiche „Kameraden“ aus Berlin (FN Mitte um Steve Henning), der NPD Uckermark-Barnim und aus der Lausitz anwesend. Von der NPD-Oderland waren Klaus Beier, Frank Odoy, die Kreisvorsitzende Manuela Kokott, Florian und Daniel Stein, Maik Brämer, Franz Radtke, sowie das Traumpaar des „Nationalen Widerstands“ Antje Kottusch und Andreas Kavalir anwesend. Letzerer war es auch, der zuerst das Mikrophon nahm und eine „Rede“ hielt. Worum es darin ging, war auch für interessierte Zuhörer nicht zu enträtseln. Vom eigentlichen Thema der Veranstaltung schweifte er dabei immer wieder ab. Das einzige, das er dabei unmißverständlich klarmachte, war sein Hang zur Selbstdarstellung, da es in einem Grtoßteil der Rede nur um ihn ging. Dannn war die Reihe an Ronny Zasowk, denen die es hören wollten, zu erklären, daß die NPD die einzige demokratische Alternative in Brandenburg sei. Antje Kottusch erzählte voller Pathos, wie schlimm die Situation für junge Menschen in Schöneiche ohne weiterführende Schule sei und daß diese auf ihrem Schulweg so weit fahren müssten. Auf jeden Fall sei auf diesem Weg der Volkstod unausweichlich.
Aus den Reihen der Teilnehmer der NPD-Kundgebung kam es zu Eierwürfen auf Gegendemonstranten, von denen die meisten jedoch ihr Ziel verfehlten. Lediglich eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm und das Auto von Klaus Beier wurden getroffen. Letzterer fand das nicht sehr witzig und auch Florian Stein schien das etwas peinlich zu sein. Die Polizei unternahm nichts dagegen. Steve Henning ließ es sich nicht nehmen, einen Fotographen zu beleidigen. Als dieser jedoch Anzeige erstattete nahmen er und seine Kameraden die Beine in die Hand. Die Kundgebung wurde gegen 12.30 beendet, also mehr als eine Stunde früher als geplant.
Auf dem nahegelegen Skaterpark konnten noch zahlreiche Nazi-Grafitti, u.a. von den „Autonomen Nationalisten Oder-Spree“ sowie Aufkleber der NPD und anderer rechter Gruppen festgestellt werden.

Ein weiterer peinlicher Versuch der NPD-Schöneiche sich als bürgernah und sachkundig zu präsentieren – nicht zuletzt deshalb weil die Gemeinde Schöneiche weder für das Rathaus noch für eine Schule das Geld hat und das Bürgerbegehren schon allein deshalb sinnlos war. Wir sind sehr gespannt, wie und wann die Nazis aus Schöneiche ihren Anhängern und der interessierten Öffentlichkeit diese lächerliche und erfolglose Veranstaltung als Erfolg verkaufen werden.

Nachtrag 29.11.: Auf der Fotocommunity Flickr sind weitere Fotos der NPD-Kundgebung veröffentlicht worden.

Hier ein weiterer Bericht von der Kundgebung bei Die Linke Schöneiche.

Vereiste Pfützen, Schlamm und Nazis

Nazischmierereien auf dem Skatepark

Klaus Beiers Auto wurde Opfer eines feigen Anschlags

Rechte Musik und Parolen in Woltersdorf

Am Morgen des Pfingstmontags wurden in Woltersdorf sechs betrunkene Männer festgenommen, die lautstark rechte Musik abgespielt und „Sieg Heil“ gerufen hatten. Gegen 9 Uhr morgens riefen Anwohner die Polizei, weil in einem Anglerheim in der Rüdersdorfer Strasse rechte Musik und Parolen zu hören waren. Die Beamten fanden sechs Männer zwischen 35 und 42 Jahren aus Berlin, Erkner und Woltersdorf und mehrere CDs sowie Datenträger mit indizierter rechter Musik. Gegen die Männer wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Am Vorabend hatte in der Lokalität eine Feier stattgefunden – ohne besondere Vorkommnisse, wie die Polizei mitteilte.

Quelle: MOZ

NPD-Stand bei Heimatfest in Schöneiche

Am Samstag, den 13. Juni baute die NPD zwischen 14 und 18 Uhr einen Informationsstand vor der Sparkasse in Schöneiche auf. Der Anmelder des Standes, Andreas Kavalir, wählte Ort und Zeit sicher nicht zufällig – fand doch an diesem Wochenende auf der anderen Strassenseite das alljährliche Heimatfest statt. 20 – 30 Nazis standen, weitgehend unter sich, um den Stand herum und versuchten ihre braune Propaganda unter die Menschen zu bringen. Doch außer ihrem eigenen Umfeld konnten sie kaum jemanden für ihre krude Weltanschauung begeistern. Da der Stand relativ kurzfristig angemeldet wurde, war nicht sehr viel Zeit, Gegenaktivitäten zu organisieren. Viele Schöneicher Bürger stellten ihre Fahrräder auf dem Platz ab, an dem der Stand stattfinden sollte um diesen für die Nazis nicht oder zumindest eingeschränkt nutzbar zu machen. Die NPD-ler reagierten äußerst aggressiv auf Menschen, die ihren Protest gegen die rechte Propaganda ausdrückten, wie z.B. der Anmelder selbst oder seine Freundin Antje Kottusch. Da die Nazis aus Schöneiche und Erkner den Stand offensichtlich allein nicht durchführen wollten, hatten sie sich zahlreiche Hilfe von außerhalb geholt. Ungefähr zwei Drittel der „Standbetreuer“, waren aus einer anderen Gegend angereist. Sie kamen, soweit bekannt, aus Fürstenwalde, Strausberg und Berlin. So war auch eine Gruppe von zehn bis zwölf Kameradschafts-Nazis im 90er-Jahre-Look (Glatze, Bomberjacke, Stiefel) anwesend. Jugendliche, die die „Kein Bock auf Nazis“ – Zeitung verteilten, wurden aus dieser Gruppe heraus angegriffen, der Zeitungen beraubt und mussten zusehen, wie diese dann zerrissen wurden. Woher diese Gruppe stammte, ist unbekannt.

Nachtrag:

Wie einer rechtsextremen Internetseite zu entnehmen war, handelte es sich bei der Gruppe Kameradschaftsnazis um Mitglieder des „Frontbann 24″ aus Berlin, die von einer rechten Kundgebung gegen eine Antifademo in Bad Freienwalde kamen.

Manuela Kokott (Fürstenwalde) und Florian Stein

v.l.: Enrico R., Franz R.(dahinter), Maik B., Daniel S., Andreas Kavalir (unterm Schirm mit Basecap)

Henry M. (links) , Franz R. (3.v.l.), Kersten Radzimanowski (mitte mit Bart)

The same procedure as every year

Wie die Polizei meldete, kam es am gestrigen „Herrentag“ gegen 17:45 Uhr zu einer Schlägerei von ungefähr 40 Personen in einem Bierzelt, das anlässlich des Feuerwehrfestes aufgebaut war. Als die Polizei eintraf, konnte sie aufgrund der Fotos, die ein Feuerwehrmann gemacht hatte, neun Personen aus einer „augenscheinlich rechtsorientierten“ Gruppe festnehmen. Die angetrunkenen Männer zwischen 21 und 27 kamen aus Erkner bzw. aus Woltersdorf. Ein 26-jähriger aus Berlin wurde verletzt.
In den vergangenen Jahren waren auf den Feuerwehrfesten häufig Gruppen von Nazis zu beobachten. Im Umfeld des Festes kam es auch häufig zu rechtsextremen Straftaten, wie z.B. Hakenkreuzschmierereien.

Meldung der Polizei