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Gegen die NPD-Demo in Storkow

Der Kreisvorsitzende der NPD-Oderland, Klaus Beier, hat für den 4. Juli in Storkow eine Demo gegen das Freundschaftsspiel des FC Energie Cottbus gegen Germania Storkow angemeldet. Die NPD stört sich an dem Motto des Spiels: „Mit Energie für Toleranz“. Sie werfen dem Storkower Verein politischen Mißbrauch vor, da sich das Anliegen des Spiels angeblich direkt gegen sie richte.

Es ist lächerlich, das sich die NPD von solch einem schwammigen Begriff wie „Toleranz“ provoziert fühlt, noch dazu in einer Gegend, die getrost als Hochburg der NPD bezeichnet werden darf. So wohnen Lars Beyer und Klaus Beier in der Gegend und die Partei konnte dort Wahlergebnisse deutlich über dem Landesschnitt einfahren. Doch im Herbst will die NPD bei der Bundestags- und inzwischen auch bei der Landtagswahl antreten und versucht auf diese Weise, billig in die regionalen und überregionalen Schlagzeilen zu gelangen. Wie es aussieht, scheint dies für die NPD besser zu funktionieren als gedacht: Der FC Energie Cottbus hat seine Teilnahme an dem Spiel abgesagt und die NPD kann sich über diesen Erfolg ins Fäustchen lachen. Diese Entscheidung des Zweitligisten ist nicht nachvollziehbar, da sie die NPD in ihrer Strategie, unliebsame Initiativen und Personen einzuschüchtern, bestärkt.

Nichtsdestotrotz gilt es der NPD am Samstag entgegenzutreten

Das Aktionsbündnis »Tolerantes Storkow: Kein Platz für Rechtsextremismus!«, wird gegen die NPD demonstrieren. Es bereitet ein Fest der Demokratie vor. Es soll um 13 Uhr auf dem Platz der Opfer des Faschismus (Ernst-Thälmann-Straße, Ecke Berliner Straße) beginnen. »Überlassen wir der NPD nicht die Straße und den Fußball!«, heißt es im Aufruf.

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Betrachtung des Wahlkampfs der extremen Rechten in LOS

Der Wahlkampf fing für die extreme Rechte im Landkreis schon fast vier Monate vor der Kommunalwahl an. Es begann mit der propangandistischen Ausschlachtung eines Vorfalls an der „Johannes-R.-Becher“-Schule Ende Mai, bei dem es zu einer Auseinandersetzung zwischen Berliner Jugendlichen türkischer Herkunft und eingeborenen Jugendlichen kam. Dies wurde in der rassistischen Diktion der NPD unter der Überschrift „Ausländisches Schlägerkommando verprügelt Schüler in Erkner“ aufgeblasen. Es wurden in ganz Erkner Flugblätter und NPD-Zeitungen gesteckt und Material vor der Schule selbst verteilt. Offensichtlich ein Thema wie gemacht für die NPD, konnte man doch so gegen die so genannten „kriminellen Ausländer“ hetzen und tief sitzende Vorurteile bedienen. (mehr…)