Tag-Archiv für 'npd-oderland'

Protest gegen NPD-Kundgebungen in Storkow

Die NPD führte am 21. und 22. August im Rahmen einer „Infotour“ je vier Kundgebungen in verschiedenen Ortsteilen Storkows durch, um ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 11. September Klaus Beier zu bewerben. Dagegen protestierten bis zu 40 Personen aus dem Bündnis „Keine Stimme den Nazis in Storkow und anderswo“. Auf Seiten der Nazis nahmen Klaus Beier, Manuela Kokott, Frank Odoy, Andreas Kavalier, Antje Kottusch und Frank Maar an den Kundgebungen am Samstag, sowie Michael Thalheim und Sven Haverlandt am Sonntag teil.

Einen umfangreichen Bericht gibt es hier

NPD-Kundgebung in Schöneiche am 27. November

Bei einer Kundgebung der NPD am Samstag versammelten sich ca. 50 Nazis ab 10 Uhr auf einem Parkplatz an der Schöneicher Straße Ecke Brandenburgische Straße, der an diesem winterkalten Tag einer überfrorenen Matschwüste glich. Auch, aber nicht nur, an diesen Umständen lag es vermutlich, daß sich keine interessierten Bürger zur Mahnwache unter dem Motto „Schule statt Rathaus!“ verirrte. Die Nazis hielten es nicht einmal für nötig Flugblätter zu verteilen, es waren sowieso keine Abnehmer da.
Dafür waren zahlreiche „Kameraden“ aus Berlin (FN Mitte um Steve Henning), der NPD Uckermark-Barnim und aus der Lausitz anwesend. Von der NPD-Oderland waren Klaus Beier, Frank Odoy, die Kreisvorsitzende Manuela Kokott, Florian und Daniel Stein, Maik Brämer, Franz Radtke, sowie das Traumpaar des „Nationalen Widerstands“ Antje Kottusch und Andreas Kavalir anwesend. Letzerer war es auch, der zuerst das Mikrophon nahm und eine „Rede“ hielt. Worum es darin ging, war auch für interessierte Zuhörer nicht zu enträtseln. Vom eigentlichen Thema der Veranstaltung schweifte er dabei immer wieder ab. Das einzige, das er dabei unmißverständlich klarmachte, war sein Hang zur Selbstdarstellung, da es in einem Grtoßteil der Rede nur um ihn ging. Dannn war die Reihe an Ronny Zasowk, denen die es hören wollten, zu erklären, daß die NPD die einzige demokratische Alternative in Brandenburg sei. Antje Kottusch erzählte voller Pathos, wie schlimm die Situation für junge Menschen in Schöneiche ohne weiterführende Schule sei und daß diese auf ihrem Schulweg so weit fahren müssten. Auf jeden Fall sei auf diesem Weg der Volkstod unausweichlich.
Aus den Reihen der Teilnehmer der NPD-Kundgebung kam es zu Eierwürfen auf Gegendemonstranten, von denen die meisten jedoch ihr Ziel verfehlten. Lediglich eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm und das Auto von Klaus Beier wurden getroffen. Letzterer fand das nicht sehr witzig und auch Florian Stein schien das etwas peinlich zu sein. Die Polizei unternahm nichts dagegen. Steve Henning ließ es sich nicht nehmen, einen Fotographen zu beleidigen. Als dieser jedoch Anzeige erstattete nahmen er und seine Kameraden die Beine in die Hand. Die Kundgebung wurde gegen 12.30 beendet, also mehr als eine Stunde früher als geplant.
Auf dem nahegelegen Skaterpark konnten noch zahlreiche Nazi-Grafitti, u.a. von den „Autonomen Nationalisten Oder-Spree“ sowie Aufkleber der NPD und anderer rechter Gruppen festgestellt werden.

Ein weiterer peinlicher Versuch der NPD-Schöneiche sich als bürgernah und sachkundig zu präsentieren – nicht zuletzt deshalb weil die Gemeinde Schöneiche weder für das Rathaus noch für eine Schule das Geld hat und das Bürgerbegehren schon allein deshalb sinnlos war. Wir sind sehr gespannt, wie und wann die Nazis aus Schöneiche ihren Anhängern und der interessierten Öffentlichkeit diese lächerliche und erfolglose Veranstaltung als Erfolg verkaufen werden.

Nachtrag 29.11.: Auf der Fotocommunity Flickr sind weitere Fotos der NPD-Kundgebung veröffentlicht worden.

Hier ein weiterer Bericht von der Kundgebung bei Die Linke Schöneiche.

Vereiste Pfützen, Schlamm und Nazis

Nazischmierereien auf dem Skatepark

Klaus Beiers Auto wurde Opfer eines feigen Anschlags

Die lokale Naziszene im Verfassungsschutzbericht für 2009

Im März erschien der aktuelle Bericht des Verfassungsschutzes (VS) für das Jahr 2009 über „extremistische“ und islamistische Bestrebungen in Brandenburg. Der recht kleinen lokalen Naziszene in Schöneiche und Umgebung wurde dabei relativ viel Aufmerksamkeit und Raum gewidmet. Der Grund für diese überproportionale Aufmerksamkeit liegt wahrscheinlich darin begründet, das die NPD-Schöneiche den aktivsten Ortsverband im aktivsten Kreisverband (KV Oderland) darstellt. Am aktivsten ist sie aber nicht auf der Straße, sondern im Internet, was auch offensichtlich die Quelle für nahezu alle vom VS veröffentlichten Erkenntnisse darstellt.

Ein Vorfall, der in dem Bericht an drei Stellen erwähnt wird, sind zwei Kundgebungen des KV Oderland am 13. Juni 2009 in Bad Freienwalde und Schöneiche, an denen auch Mitglieder des inzwischen verbotenen „Frontbann 24“ teilnahmen. Diese Tatsachen und ein von der Kundgebung in Schöneiche geschossenes Foto wurden von unserem Blog übernommen, was wieder einmal zeigt, das der VS keine selbst recherchierten Ergebnisse, sondern nur bereits Bekanntes veröffentlicht.
Im Gegensatz zum Bericht aus dem vorherigen Jahr, in dem ebenfalls ein Foto aus unserem Blog verwendet wurde, haben die Schlapphüte aus Potsdam dieses Mal wenigstens die Quelle angegeben.

Ansonsten wurde erwähnt, das die Schöneicher Nazis eigene Flugblätter herausgeben, gut mit den Kameraden aus Strausberg können, ihre Homepage besser pflegen als andere NPD-Verbände und offensichtlich den Parlamentarismus ablehnen. Wow! Für diese bahnbrechenden Erkenntnisse brauchen wir unbedingt einen sich jeglicher demokratischer Kontrolle entziehenden, Linke Aktivisten mit Nazis gleichsetzenden und nur per Google gefundene Oberflächlichkeiten berichtenden Inlandsgeheimdienst.

Gegen die NPD-Demo in Storkow

Der Kreisvorsitzende der NPD-Oderland, Klaus Beier, hat für den 4. Juli in Storkow eine Demo gegen das Freundschaftsspiel des FC Energie Cottbus gegen Germania Storkow angemeldet. Die NPD stört sich an dem Motto des Spiels: „Mit Energie für Toleranz“. Sie werfen dem Storkower Verein politischen Mißbrauch vor, da sich das Anliegen des Spiels angeblich direkt gegen sie richte.

Es ist lächerlich, das sich die NPD von solch einem schwammigen Begriff wie „Toleranz“ provoziert fühlt, noch dazu in einer Gegend, die getrost als Hochburg der NPD bezeichnet werden darf. So wohnen Lars Beyer und Klaus Beier in der Gegend und die Partei konnte dort Wahlergebnisse deutlich über dem Landesschnitt einfahren. Doch im Herbst will die NPD bei der Bundestags- und inzwischen auch bei der Landtagswahl antreten und versucht auf diese Weise, billig in die regionalen und überregionalen Schlagzeilen zu gelangen. Wie es aussieht, scheint dies für die NPD besser zu funktionieren als gedacht: Der FC Energie Cottbus hat seine Teilnahme an dem Spiel abgesagt und die NPD kann sich über diesen Erfolg ins Fäustchen lachen. Diese Entscheidung des Zweitligisten ist nicht nachvollziehbar, da sie die NPD in ihrer Strategie, unliebsame Initiativen und Personen einzuschüchtern, bestärkt.

Nichtsdestotrotz gilt es der NPD am Samstag entgegenzutreten

Das Aktionsbündnis »Tolerantes Storkow: Kein Platz für Rechtsextremismus!«, wird gegen die NPD demonstrieren. Es bereitet ein Fest der Demokratie vor. Es soll um 13 Uhr auf dem Platz der Opfer des Faschismus (Ernst-Thälmann-Straße, Ecke Berliner Straße) beginnen. »Überlassen wir der NPD nicht die Straße und den Fußball!«, heißt es im Aufruf.

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