Tag-Archiv für 'npd-schöneiche'

Nazischmierereien am Bahnhof Erkner

Unbekannte haben in der Nacht zu Samstag, dem 5. Mai auf ungefähr 20 Meter Länge NS-Parolen an die Wand des Bahnhofs in Erkner geschmiert. Auf den davor gelegenen Parkplatz eines Discounters wurde außerdem ein Hakenkreuz mit einem Durchmesser von etwa zwei Meter gesprüht. Die Schmierereien wurden inzwischen entfernt bzw. übermalt. An der selben Stelle wurden bereits mehrfach zuvor Nazi-Parolen gesprüht, die zum Teil immer noch sichtbar sind.
Die Verursacher sind sehr wahrscheinlich in den Reihen der sogenannten „Autonomen Nationalisten“ zu suchen, konkret den „Nationalen Sozialisten Oder-Spree“. Ihnen fühlen sich einige Jugendliche aus der Region, die einst dem Umfeld der NPD-Schöneiche zuzurechnen waren, zugehörig.

MOZ / Berliner Zeitung

NPD-“Bürgerwehr“ in Schöneiche

Die Nazis in Schöneiche, namentlich Antje Kottusch, organisieren neuerdings eine „Bürgerwehr“, die die ausufernde Kriminalität in der Gemeinde eindämmen soll. Am 7. Januar patrouillierten sie gemeinsam mit NPD-lern aus MOL und sogenannten „Freien Kräften“. Stolz vermeldeten die „Kameraden“ (und _Innen), dass sich tatsächlich nichts kriminelles an diesem Abend zugetragen habe, was selbstverständlich ganz allein an ihrer Präsenz lag. Es könnte allerdings auch damit zu tun haben, dass in China ein Sack Reis umfiel. Und wo die Birnen schon mal dabei waren, durch die braune Heimatscholle zu marschieren, verteilten sie gleich NPD-Propaganda an die Schöneicher Haushalte. Das dieser Aktionismus etwas mit der Bürgermeisterwahl am 22. April zu tun hat, bei der auch Frau Kottusch kandidiert, hatten sie wohl vergessen zu erwähnen.

Eine weitere Meldung dazu beim Blick nach Rechts

Am 26. Januar findet in Schöneiche eine Diskussionsveranstaltung mit allen Bürgermeisterkandidat_Innen statt, die dann den interessierten Wählern Rede und Antwort geben sollen. Dass sich Frau Kottusch diese Gelegenheit zur Selbstdarstellung entgehen lassen wird, ist eher unwahrscheinlich. Sie wird sich, so sie denn auftaucht, auch ein paar unangenehme Fragen stellen lassen müssen.

Zwei Artikel über die NPD-Brandenburg

Wir empfehlen an dieser Stelle zwei Artikel über die NPD-Brandenburg, weil sie sich auch, aber nicht nur, mit den lokalen Kadern aus Schöneiche und Umgebung beschäftigen und einen guten Überblick über die Aktivitäten der NPD in der Mark geben.
Der ältere Artikel der Beiden stammt aus dem März und verarbeitet die Informationen aus mehreren tausend gehackten Emails der NPD zu einem übersichtlichen und informativen Einblick in die Struktur des Landesverbandes.

Artikel lesen bei Inforiot

Im aktuellen Antifaschistischen Infoblatt (AIB) erschien eine aktuelle Einschätzung der NPD in Brandenburg, die vor allem Stagnation konstatiert.

Artikel lesen beim AIB

NPD-Kundgebung in Schöneiche am 27. November

Bei einer Kundgebung der NPD am Samstag versammelten sich ca. 50 Nazis ab 10 Uhr auf einem Parkplatz an der Schöneicher Straße Ecke Brandenburgische Straße, der an diesem winterkalten Tag einer überfrorenen Matschwüste glich. Auch, aber nicht nur, an diesen Umständen lag es vermutlich, daß sich keine interessierten Bürger zur Mahnwache unter dem Motto „Schule statt Rathaus!“ verirrte. Die Nazis hielten es nicht einmal für nötig Flugblätter zu verteilen, es waren sowieso keine Abnehmer da.
Dafür waren zahlreiche „Kameraden“ aus Berlin (FN Mitte um Steve Henning), der NPD Uckermark-Barnim und aus der Lausitz anwesend. Von der NPD-Oderland waren Klaus Beier, Frank Odoy, die Kreisvorsitzende Manuela Kokott, Florian und Daniel Stein, Maik Brämer, Franz Radtke, sowie das Traumpaar des „Nationalen Widerstands“ Antje Kottusch und Andreas Kavalir anwesend. Letzerer war es auch, der zuerst das Mikrophon nahm und eine „Rede“ hielt. Worum es darin ging, war auch für interessierte Zuhörer nicht zu enträtseln. Vom eigentlichen Thema der Veranstaltung schweifte er dabei immer wieder ab. Das einzige, das er dabei unmißverständlich klarmachte, war sein Hang zur Selbstdarstellung, da es in einem Grtoßteil der Rede nur um ihn ging. Dannn war die Reihe an Ronny Zasowk, denen die es hören wollten, zu erklären, daß die NPD die einzige demokratische Alternative in Brandenburg sei. Antje Kottusch erzählte voller Pathos, wie schlimm die Situation für junge Menschen in Schöneiche ohne weiterführende Schule sei und daß diese auf ihrem Schulweg so weit fahren müssten. Auf jeden Fall sei auf diesem Weg der Volkstod unausweichlich.
Aus den Reihen der Teilnehmer der NPD-Kundgebung kam es zu Eierwürfen auf Gegendemonstranten, von denen die meisten jedoch ihr Ziel verfehlten. Lediglich eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm und das Auto von Klaus Beier wurden getroffen. Letzterer fand das nicht sehr witzig und auch Florian Stein schien das etwas peinlich zu sein. Die Polizei unternahm nichts dagegen. Steve Henning ließ es sich nicht nehmen, einen Fotographen zu beleidigen. Als dieser jedoch Anzeige erstattete nahmen er und seine Kameraden die Beine in die Hand. Die Kundgebung wurde gegen 12.30 beendet, also mehr als eine Stunde früher als geplant.
Auf dem nahegelegen Skaterpark konnten noch zahlreiche Nazi-Grafitti, u.a. von den „Autonomen Nationalisten Oder-Spree“ sowie Aufkleber der NPD und anderer rechter Gruppen festgestellt werden.

Ein weiterer peinlicher Versuch der NPD-Schöneiche sich als bürgernah und sachkundig zu präsentieren – nicht zuletzt deshalb weil die Gemeinde Schöneiche weder für das Rathaus noch für eine Schule das Geld hat und das Bürgerbegehren schon allein deshalb sinnlos war. Wir sind sehr gespannt, wie und wann die Nazis aus Schöneiche ihren Anhängern und der interessierten Öffentlichkeit diese lächerliche und erfolglose Veranstaltung als Erfolg verkaufen werden.

Nachtrag 29.11.: Auf der Fotocommunity Flickr sind weitere Fotos der NPD-Kundgebung veröffentlicht worden.

Hier ein weiterer Bericht von der Kundgebung bei Die Linke Schöneiche.

Vereiste Pfützen, Schlamm und Nazis

Nazischmierereien auf dem Skatepark

Klaus Beiers Auto wurde Opfer eines feigen Anschlags

NPD-“Mahnwache“ morgen in Schöneiche

Wie einem Artikel auf der Webseite indymedia zu entnehmen ist, plant die NPD-Schöneiche am Samstag zwischen 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr auf dem Parkplatz vor der Sparkasse (Schöneicher Straße Ecke Brandenburgische Straße) eine „Mahnwache“ unter dem Motto „Schule statt Rathaus“. Seit fünf Wochen macht die NPD mobil für ihr gleichnamiges Bürgerbegehren und sammelt fleißig Unterschriften dafür. Laut Anmelder Andreas Kavalir werden 50 Teilnehmer und – außer ihm – die Redner Ronny Zasowk und Antje Kottusch erwartet.
Das Schöneicher Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft zu Gegenaktionen auf, dem wir uns nur anschließen können.
Auf der Homepage der NPD berichtet Florian Stein unterdessen von einem finsteren Plan der Schöneicher Bürger, den Kundgebungsort mit Fahrzeugen komplett zuzuparken.

Wer morgen nicht nach Schöneiche kann oder möchte, hat noch die Möglichkeit in Cottbus an einer antifaschistischen Demonstration teilzunehmen, die sich gegen die Gewalt und Präsenz der Südbrandenburger Naziszene richtet.

Zugtreffpunkt zur Antifa-Demo in Cottbus: Ostbahnhof, Gleis 3, 11.15 Uhr
Beginn: 14 Uhr, Am Gladhouse (JKZ – Straße der Jugend)

Festnahmen wegen Nazi-Radio in LOS

Am Morgen des 03. November durchsuchten rund 270 Beamte in zehn Bundesländern 22 Wohnungen bzw. Häuser von 23 Beschuldigten, die im Verdacht stehen, das extrem rechte Internet-Radio „Widerstand-Radio“ zu betreiben. Das BKA bezeichnete die Männer und Frauen zwischen 20 und 37 Jahren als verdächtig „sich als Administratoren und Moderatoren sowohl durch Kommentare als auch durch das Abspielen von Musiktiteln deutscher und internationaler Skinhead-Bands mit menschen-verachtenden, rassistischen und zum Teil nationalsozialistischen Inhalten strafbar gemacht zu haben“.
Dabei wurden auch zwei Männer aus dem Landkreis Oder-Spree (LOS) in Untersuchungshaft genommen. Es handelt sich dabei um einen 33-jährigen aus Erkner und einen 26-jährigen aus Fürstenwalde. Der 33-jährige ist lokalen Antifaschist_Innen zufolge schon länger mit vielen Mitgliedern der NPD-Schöneiche und anderen Gruppen bekannt, auch seine Einbindung in überregionale Nazi-Musiknetzwerke wurde bereits vermutet. Er stellt ein klassisches Beispiel für die braune Musikszene, die sich nicht auf Demonstrationen des „Nationalen Widerstands“ blicken lässt, sondern ihre Aktivitäten auf die Organisation und den Besuch von rechten Musik-Events sowie auf das Engagement in Internetplattformen konzentriert, dar.

NPD stört Veranstaltung der Linkspartei in Schöneiche

Am 15.7. fand eine öffentliche Mitglieder_Innenversammlung der Partei „Die Linke“ in Schöneiche statt. Mehrere Mitglieder und Sympathisant_Innen der NPD tauchten auf und versuchten die Veranstaltung zu stören. Die Polizei, die von der Aktion im Vorfeld unterrichtet war, setzte das Hausrecht durch und verwies die Nazis des Hauses. Die NPD-ler aus Schöneiche, sowie von den Kreisverbänden Oderland und MOL mussten nach kurzem Lamentieren von dannen ziehen.

Quelle: Linkspartei LOS

Die lokale Naziszene im Verfassungsschutzbericht für 2009

Im März erschien der aktuelle Bericht des Verfassungsschutzes (VS) für das Jahr 2009 über „extremistische“ und islamistische Bestrebungen in Brandenburg. Der recht kleinen lokalen Naziszene in Schöneiche und Umgebung wurde dabei relativ viel Aufmerksamkeit und Raum gewidmet. Der Grund für diese überproportionale Aufmerksamkeit liegt wahrscheinlich darin begründet, das die NPD-Schöneiche den aktivsten Ortsverband im aktivsten Kreisverband (KV Oderland) darstellt. Am aktivsten ist sie aber nicht auf der Straße, sondern im Internet, was auch offensichtlich die Quelle für nahezu alle vom VS veröffentlichten Erkenntnisse darstellt.

Ein Vorfall, der in dem Bericht an drei Stellen erwähnt wird, sind zwei Kundgebungen des KV Oderland am 13. Juni 2009 in Bad Freienwalde und Schöneiche, an denen auch Mitglieder des inzwischen verbotenen „Frontbann 24“ teilnahmen. Diese Tatsachen und ein von der Kundgebung in Schöneiche geschossenes Foto wurden von unserem Blog übernommen, was wieder einmal zeigt, das der VS keine selbst recherchierten Ergebnisse, sondern nur bereits Bekanntes veröffentlicht.
Im Gegensatz zum Bericht aus dem vorherigen Jahr, in dem ebenfalls ein Foto aus unserem Blog verwendet wurde, haben die Schlapphüte aus Potsdam dieses Mal wenigstens die Quelle angegeben.

Ansonsten wurde erwähnt, das die Schöneicher Nazis eigene Flugblätter herausgeben, gut mit den Kameraden aus Strausberg können, ihre Homepage besser pflegen als andere NPD-Verbände und offensichtlich den Parlamentarismus ablehnen. Wow! Für diese bahnbrechenden Erkenntnisse brauchen wir unbedingt einen sich jeglicher demokratischer Kontrolle entziehenden, Linke Aktivisten mit Nazis gleichsetzenden und nur per Google gefundene Oberflächlichkeiten berichtenden Inlandsgeheimdienst.

NPD-Stand bei Heimatfest in Schöneiche

Am Samstag, den 13. Juni baute die NPD zwischen 14 und 18 Uhr einen Informationsstand vor der Sparkasse in Schöneiche auf. Der Anmelder des Standes, Andreas Kavalir, wählte Ort und Zeit sicher nicht zufällig – fand doch an diesem Wochenende auf der anderen Strassenseite das alljährliche Heimatfest statt. 20 – 30 Nazis standen, weitgehend unter sich, um den Stand herum und versuchten ihre braune Propaganda unter die Menschen zu bringen. Doch außer ihrem eigenen Umfeld konnten sie kaum jemanden für ihre krude Weltanschauung begeistern. Da der Stand relativ kurzfristig angemeldet wurde, war nicht sehr viel Zeit, Gegenaktivitäten zu organisieren. Viele Schöneicher Bürger stellten ihre Fahrräder auf dem Platz ab, an dem der Stand stattfinden sollte um diesen für die Nazis nicht oder zumindest eingeschränkt nutzbar zu machen. Die NPD-ler reagierten äußerst aggressiv auf Menschen, die ihren Protest gegen die rechte Propaganda ausdrückten, wie z.B. der Anmelder selbst oder seine Freundin Antje Kottusch. Da die Nazis aus Schöneiche und Erkner den Stand offensichtlich allein nicht durchführen wollten, hatten sie sich zahlreiche Hilfe von außerhalb geholt. Ungefähr zwei Drittel der „Standbetreuer“, waren aus einer anderen Gegend angereist. Sie kamen, soweit bekannt, aus Fürstenwalde, Strausberg und Berlin. So war auch eine Gruppe von zehn bis zwölf Kameradschafts-Nazis im 90er-Jahre-Look (Glatze, Bomberjacke, Stiefel) anwesend. Jugendliche, die die „Kein Bock auf Nazis“ – Zeitung verteilten, wurden aus dieser Gruppe heraus angegriffen, der Zeitungen beraubt und mussten zusehen, wie diese dann zerrissen wurden. Woher diese Gruppe stammte, ist unbekannt.

Nachtrag:

Wie einer rechtsextremen Internetseite zu entnehmen war, handelte es sich bei der Gruppe Kameradschaftsnazis um Mitglieder des „Frontbann 24″ aus Berlin, die von einer rechten Kundgebung gegen eine Antifademo in Bad Freienwalde kamen.

Manuela Kokott (Fürstenwalde) und Florian Stein

v.l.: Enrico R., Franz R.(dahinter), Maik B., Daniel S., Andreas Kavalir (unterm Schirm mit Basecap)

Henry M. (links) , Franz R. (3.v.l.), Kersten Radzimanowski (mitte mit Bart)

Wieder Störung eines jüdischen Festes durch die NPD

Die NPD-Ortsgruppe Schöneiche hat wieder einmal bewiesen, das ihr Hauptantrieb scheinbar aus einem pathologischer Antisemitismus und einem Hang zur Selbstinszenierung als Opfer einer halluzinierten „Meinungsdiktatur“ besteht. Ein Großteil ihrer öffentlichen Auftritte in der Region ist derartig motivitiert und auch in ihren Texten, ob zur Außen-, Innen- oder Lokalpolitik, spielt dieses Thema für sie eine wichtige Rolle.
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