Tag-Archiv für 'woltersdorf'

Mal wieder Andreas Kavalir

An dieser Stelle möchte wir auf einen Blogbeitrag und eine Polizeimeldung zu Andreas Kavalir aufmerksam machen. Offenbar finden nicht alle Gefallen an Kavalirs regelmäßigen Agitationsversuchen:

Aus mehreren Schulen der Stadt erhielt die Polizei am Morgen des 27.01.11 die Mitteilung, dass ein Mann CDs, mit vermutlich rechtsextremen Inhalten, an Schüler verteilt hatte. (…)
Bei ihren Ermittlungen fanden die Beamten heraus, dass es sich bei dem Verteiler der CDs wahrscheinlich um einen Mann aus Woltersdorf handelt, der eine rechtsradikale Partei in der Gemeindevertretung von Woltersdorf vertritt und wegen ähnlicher Delikte bekannt ist.

NPD-Kundgebung in Schöneiche am 27. November

Bei einer Kundgebung der NPD am Samstag versammelten sich ca. 50 Nazis ab 10 Uhr auf einem Parkplatz an der Schöneicher Straße Ecke Brandenburgische Straße, der an diesem winterkalten Tag einer überfrorenen Matschwüste glich. Auch, aber nicht nur, an diesen Umständen lag es vermutlich, daß sich keine interessierten Bürger zur Mahnwache unter dem Motto „Schule statt Rathaus!“ verirrte. Die Nazis hielten es nicht einmal für nötig Flugblätter zu verteilen, es waren sowieso keine Abnehmer da.
Dafür waren zahlreiche „Kameraden“ aus Berlin (FN Mitte um Steve Henning), der NPD Uckermark-Barnim und aus der Lausitz anwesend. Von der NPD-Oderland waren Klaus Beier, Frank Odoy, die Kreisvorsitzende Manuela Kokott, Florian und Daniel Stein, Maik Brämer, Franz Radtke, sowie das Traumpaar des „Nationalen Widerstands“ Antje Kottusch und Andreas Kavalir anwesend. Letzerer war es auch, der zuerst das Mikrophon nahm und eine „Rede“ hielt. Worum es darin ging, war auch für interessierte Zuhörer nicht zu enträtseln. Vom eigentlichen Thema der Veranstaltung schweifte er dabei immer wieder ab. Das einzige, das er dabei unmißverständlich klarmachte, war sein Hang zur Selbstdarstellung, da es in einem Grtoßteil der Rede nur um ihn ging. Dannn war die Reihe an Ronny Zasowk, denen die es hören wollten, zu erklären, daß die NPD die einzige demokratische Alternative in Brandenburg sei. Antje Kottusch erzählte voller Pathos, wie schlimm die Situation für junge Menschen in Schöneiche ohne weiterführende Schule sei und daß diese auf ihrem Schulweg so weit fahren müssten. Auf jeden Fall sei auf diesem Weg der Volkstod unausweichlich.
Aus den Reihen der Teilnehmer der NPD-Kundgebung kam es zu Eierwürfen auf Gegendemonstranten, von denen die meisten jedoch ihr Ziel verfehlten. Lediglich eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm und das Auto von Klaus Beier wurden getroffen. Letzterer fand das nicht sehr witzig und auch Florian Stein schien das etwas peinlich zu sein. Die Polizei unternahm nichts dagegen. Steve Henning ließ es sich nicht nehmen, einen Fotographen zu beleidigen. Als dieser jedoch Anzeige erstattete nahmen er und seine Kameraden die Beine in die Hand. Die Kundgebung wurde gegen 12.30 beendet, also mehr als eine Stunde früher als geplant.
Auf dem nahegelegen Skaterpark konnten noch zahlreiche Nazi-Grafitti, u.a. von den „Autonomen Nationalisten Oder-Spree“ sowie Aufkleber der NPD und anderer rechter Gruppen festgestellt werden.

Ein weiterer peinlicher Versuch der NPD-Schöneiche sich als bürgernah und sachkundig zu präsentieren – nicht zuletzt deshalb weil die Gemeinde Schöneiche weder für das Rathaus noch für eine Schule das Geld hat und das Bürgerbegehren schon allein deshalb sinnlos war. Wir sind sehr gespannt, wie und wann die Nazis aus Schöneiche ihren Anhängern und der interessierten Öffentlichkeit diese lächerliche und erfolglose Veranstaltung als Erfolg verkaufen werden.

Nachtrag 29.11.: Auf der Fotocommunity Flickr sind weitere Fotos der NPD-Kundgebung veröffentlicht worden.

Hier ein weiterer Bericht von der Kundgebung bei Die Linke Schöneiche.

Vereiste Pfützen, Schlamm und Nazis

Nazischmierereien auf dem Skatepark

Klaus Beiers Auto wurde Opfer eines feigen Anschlags

Rechte Musik und Parolen in Woltersdorf

Am Morgen des Pfingstmontags wurden in Woltersdorf sechs betrunkene Männer festgenommen, die lautstark rechte Musik abgespielt und „Sieg Heil“ gerufen hatten. Gegen 9 Uhr morgens riefen Anwohner die Polizei, weil in einem Anglerheim in der Rüdersdorfer Strasse rechte Musik und Parolen zu hören waren. Die Beamten fanden sechs Männer zwischen 35 und 42 Jahren aus Berlin, Erkner und Woltersdorf und mehrere CDs sowie Datenträger mit indizierter rechter Musik. Gegen die Männer wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Am Vorabend hatte in der Lokalität eine Feier stattgefunden – ohne besondere Vorkommnisse, wie die Polizei mitteilte.

Quelle: MOZ

Jüdisches Leben in Woltersdorf

Zwei interessante Artikel über jüdisches Leben in Woltersdorf vor und nach 1945 möchten wir an dieser Stelle verlinken.

Der Erste ist über den ehemaligen Kantor der Synagoge in der Berliner Rykestrasse, Oljean Ingster, der in Woltersdorf wohnt und acht Konzentrationslager überlebte.

Der Zweite berichtet über die Aktivitäten der Woltersdorfer Arbeitsgemeinschaft „Erforschung des Schicksals ehemaliger jüdischer Mitbürger“.

The same procedure as every year

Wie die Polizei meldete, kam es am gestrigen „Herrentag“ gegen 17:45 Uhr zu einer Schlägerei von ungefähr 40 Personen in einem Bierzelt, das anlässlich des Feuerwehrfestes aufgebaut war. Als die Polizei eintraf, konnte sie aufgrund der Fotos, die ein Feuerwehrmann gemacht hatte, neun Personen aus einer „augenscheinlich rechtsorientierten“ Gruppe festnehmen. Die angetrunkenen Männer zwischen 21 und 27 kamen aus Erkner bzw. aus Woltersdorf. Ein 26-jähriger aus Berlin wurde verletzt.
In den vergangenen Jahren waren auf den Feuerwehrfesten häufig Gruppen von Nazis zu beobachten. Im Umfeld des Festes kam es auch häufig zu rechtsextremen Straftaten, wie z.B. Hakenkreuzschmierereien.

Meldung der Polizei

Wieder Störung eines jüdischen Festes durch die NPD

Die NPD-Ortsgruppe Schöneiche hat wieder einmal bewiesen, das ihr Hauptantrieb scheinbar aus einem pathologischer Antisemitismus und einem Hang zur Selbstinszenierung als Opfer einer halluzinierten „Meinungsdiktatur“ besteht. Ein Großteil ihrer öffentlichen Auftritte in der Region ist derartig motivitiert und auch in ihren Texten, ob zur Außen-, Innen- oder Lokalpolitik, spielt dieses Thema für sie eine wichtige Rolle.
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Betrachtung des Wahlkampfs der extremen Rechten in LOS

Der Wahlkampf fing für die extreme Rechte im Landkreis schon fast vier Monate vor der Kommunalwahl an. Es begann mit der propangandistischen Ausschlachtung eines Vorfalls an der „Johannes-R.-Becher“-Schule Ende Mai, bei dem es zu einer Auseinandersetzung zwischen Berliner Jugendlichen türkischer Herkunft und eingeborenen Jugendlichen kam. Dies wurde in der rassistischen Diktion der NPD unter der Überschrift „Ausländisches Schlägerkommando verprügelt Schüler in Erkner“ aufgeblasen. Es wurden in ganz Erkner Flugblätter und NPD-Zeitungen gesteckt und Material vor der Schule selbst verteilt. Offensichtlich ein Thema wie gemacht für die NPD, konnte man doch so gegen die so genannten „kriminellen Ausländer“ hetzen und tief sitzende Vorurteile bedienen. (mehr…)